Es gibt keinen spezifischen Test für die Diagnose der MS. Vielmehr müssen die Zeichen und Symptome des Erkrankten bestimmte Kriterien erfüllen. Aber auch diese Methode bietet keine 100%ige Sicherheit.
Eine MS-Diagnose basiert auf der Krankengeschichte des Betroffenen, einer neurologischen Untersuchung (bei der die Gehirn- und Rückenmarksfunktion untersucht wird) und möglicherweise weiteren Tests. Zu diesen weiteren Tests können Blutproben gehören, eine Magnetresonanztomografie, eine Lumbalpunktion oder ein als „evoziertes Potenzial" bezeichneter elektrophysiologischer Test, bei dem die Funktion der Sinnesnerven ermittelt wird.
Bei der Bestimmung durch einen Arzt, ob eine Person an MS erkrankt ist, werden folgende spezifische Kriterien angelegt:
* Die Krankheitszeichen und Symptome setzen im Alter zwischen 15 und 60 Jahren ein.
* Die Krankheitszeichen und Symptome weisen auf eine Erkrankung des Gehirns oder des Rückenmarks hin.
* Bei einer ärztlichen Untersuchung werden Hinweise auf ein erkranktes Gehirn oder Rückenmark gefunden.
* In einem MRT-Scan sind mindestens zwei gesonderte Bereiche mit Narbengewebe („Sklerose") erkennbar.
* Die Erkrankung ist nach einem von zwei Mustern verlaufen:
Erstens: Es gab zwei oder mehr Schübe mit Symptomen, die mindestens 24 Stunden anhielten und in Abständen von mindestens einem Monat auftraten. Oder zweitens, die Krankheitszeichen und Symptome haben sich über die letzten sechs Monate zunehmend verstärkt.
* Und schliesslich gibt es keine andere Erklärung für die Symptome.
Auf der Grundlage dieser Faktoren kann eine Diagnose auf Multiple Sklerose gestellt werden.